Blindes Vertrauen?
Blindes Vertrauen?

Blindes Vertrauen?

Orientierung geben. Ohne alles zu wissen.

Wie geben Sie anderen Halt, wenn Sie selbst noch abwägen? Wie teilen Sie Verantwortung, ohne bei jeder anderen Lösung wieder einzugreifen?

«Blindes Vertrauen» bietet Führungskräften Raum, genau daran zu arbeiten: die eigene Wirkung besser einzuschätzen, unter Unsicherheit Orientierung zu geben und Fähigkeiten anderer einzubeziehen – auch dann, wenn deren Vorgehen nicht dem eigenen entspricht.

Sie arbeiten unmittelbar mit den Pferden. Was dabei entsteht, greifen wir auf und beziehen es auf konkrete Situationen aus Ihrem Führungsalltag.

Was Lee mit Vertrauen zu tun hat

Lee, unser blinder Wallach, hat diesem Format seinen Namen gegeben. Draussen geht er gerne voran. Seine Blindheit nimmt ihm weder seinen Willen noch seine Freude daran, unterwegs zu sein. Manches kann er jedoch nicht mehr selbst überprüfen. Dort ist er auf ein verlässliches Gegenüber angewiesen.

Wer ihn begleitet, trägt deshalb Verantwortung für etwas, das er selbst nicht sehen kann. Einfach weiterzugehen, weil man sich einmal für eine Richtung entschieden hat, reicht da nicht. Es braucht Aufmerksamkeit dafür, ob er noch sicher ist, ob ein Halt nötig wird oder eine andere Führung.

Darin liegt eine anspruchsvolle Seite von Vertrauen: Jemand verlässt sich auf unsere Einschätzung, obwohl er sie nicht vollständig überprüfen kann.

Als Führungskraft kennen Sie diese Verantwortung. Sie entscheiden, während Fragen offenbleiben. Andere müssen mit diesen Entscheidungen arbeiten. Wie viel Unsicherheit können Sie benennen? Worauf können sich Menschen bei Ihnen trotzdem verlassen?

Lees Geschichte bleibt der Ursprung des Formats. Die Arbeit selbst lebt von den unterschiedlichen Pferden unserer Herde und setzt seine Teilnahme nicht voraus.

Ihre Führung in einer ungewohnten Situation

Ein Pferd bleibt stehen. Sie hatten damit gerechnet, dass es mitkommt.

Zunächst wissen Sie nur: Ihr Vorhaben geht gerade nicht auf. Was tun Sie jetzt? Werden Sie deutlicher, warten Sie ab, verändern Sie etwas? Und wie schnell steht für Sie fest, woran es liegt?

Hier setzen wir an. Nicht mit einer fertigen Deutung über Ihre Persönlichkeit, sondern mit genauer Beobachtung. Sie können Ihr Vorgehen verändern und erleben, was daraufhin passiert. Ohne den Druck, vor Mitarbeitenden oder Vorgesetzten sofort eine überzeugende Antwort liefern zu müssen.

Dabei beschäftigen uns fünf Fragen:

  • Klarheit: Was vermitteln Sie tatsächlich – und was setzen Sie als selbstverständlich voraus?
  • Orientierung: Wie geben Sie eine Richtung vor, wenn Sie selbst noch nicht den ganzen Weg kennen?
  • Vertrauen: Wie bleiben Sie verlässlich, wenn Sie selbst noch keine fertige Lösung haben?
  • Kontrolle: Wann hilft Ihr Eingreifen, wann lohnt es sich, Raum zu lassen?
  • Potenzial: Welche Fähigkeiten entdecken Sie, sobald Sie nicht mehr alles selbst lösen?

Was davon am Montag bleibt

Vielleicht eine Entscheidung, die Sie künftig klarer erklären. Eine Rückfrage, bevor Sie Zögern als Widerstand verstehen. Oder eine Aufgabe, die Sie jemandem tatsächlich überlassen – einschliesslich eines Lösungswegs, den Sie selbst nicht gewählt hätten.

Ich unterstütze Sie dabei, aus dem Erlebten konkrete Schritte für Ihre Führung abzuleiten. Ausgangspunkt ist eine Situation, die Sie beschäftigt. Zum Abschluss halten wir fest, was Sie darin anders angehen möchten und woran Sie erkennen können, ob sich etwas verändert.

Welche Führungsfrage bringen Sie mit?

Unverbindliches Vorgespräch vereinbaren:

    Ablauf

    • Ankommen & Einführung
    • Kennenlernen der Pferde

    Begegnung mit den Pferden

    In Kleingruppen erleben die Führungskräfte auf dem Reitplatz, wie die Pferde auf unterschiedliche Arten von Führung reagieren. Wer schafft es, dem Pferd das notwendige Vertrauen und die Sicherheit zu geben, mit ihm/ihr mitzugehen?

    Bei dieser Aufgabe wird unter anderem Folgendes sichtbar:

    • Wann entsteht Vertrauen?
    • Wer oder was vermittelt Sicherheit? Und wie?
    • Welche Rolle spielt Klarheit?
    • Wie wirkt Unsicherheit auf andere?

    Natur-Challenge

    Gemeinsam mit Lee und weiteren Pferden begibt sich die Gruppe auf eine geführte Strecke durch die Natur. Unterwegs erwarten die Teilnehmenden verschiedene Aufgaben und Herausforderungen.

    Themen:

    • Verantwortung übernehmen
    • Orientierung geben
    • Entscheidungen treffen
    • Vertrauen aufbauen
    • Zusammenarbeit stärken

    Die Pferde spiegeln Ihnen unmittelbar, wie Führung und Kommunikation tatsächlich wirken.

    Transfer & Reflexion

    Gemeinsame Auswertung der Erfahrungen auf dem Hof:

    • Welche Führungsqualitäten wurden sichtbar?
    • Wo entstand Vertrauen?
    • Wo fehlte Orientierung?
    • Welche Erkenntnisse lassen sich in den Arbeitsalltag übertragen?

    Abschluss mit konkreten Impulsen für die Praxis.

    Preis & Dauer:

    Dauer: ca. 4,5 – 5 Stunden inkl. Kaffeepause und kleinem Apéro

    Kosten: CHF 220.- pro Teilnehmer/in

    Für Teams/Führungskräfte von 6 bis 25 Personen möglich –
    unter 6 Personen ist eine Pauschale von CHF 1320.- zu leisten

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